© Fotograf: Tomasz Lewandowski

Heute

Made in Germany

Auf einen Blick

Industrie und Zwangsarbeit im Nationalsozialismus

Die Ausstellung „Made in Germany“ stellt Produkte der deutschen Industrie zwischen 1939 und 1945 ins Zentrum – gefertigt in Unternehmen, die am NS-Zwangsarbeitssystem beteiligt waren. 

Die Fotografien von Tomasz Lewandowski zeigen diese Objekte in präziser, sachlicher Bildsprache: technische Geräte, Alltagsgegenstände, Markenprodukte – inszeniert als ästhetische Artefakte eines historischen Systems. Ergänzt werden sie durch Originalobjekte, die den materiellen Bezug zur Geschichte unmittelbar erfahrbar machen. Begleitende Hintergrundtexte beleuchten die Rolle der Unternehmen, in denen die gezeigten Produkte entstanden – Firmen, die von der Zwangsarbeit profitierten und deren Namen vielfach bis heute bekannt sind.

Die Ausstellung fragt: Wie entstand das Label „Made in Germany“? Welche ökonomischen und menschlichen Bedingungen lagen seinem Erfolg zugrunde? Die führende Stellung der deutschen Industrie im Wirtschaftswunder der Nachkriegszeit gründete nicht zuletzt auf Innovationen und Strukturen der Kriegsjahre. Das NS-Zwangsarbeitssystem war ein elementarer Bestandteil der Wirtschaft des „Dritten Reichs“. Indem die Ausstellung diese Objekte fotografisch „durchleuchtet“, leistet sie einen Beitrag zur Erinnerungskultur – und schlägt zugleich eine Brücke zur Gegenwart: Auch heute sind niedrige Produktionskosten in einer globalisierten Welt oft mit der Ausbeutung von Mensch und Natur verbunden.

„Made in Germany“ lädt dazu ein, über Verantwortung, Erinnerung und industrielle Produktion nachzudenken – über gestern wie heute.

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Kontakt

Sächsisches Industriemuseum Chemnitz
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09112 Chemnitz

Kontakt:
Tel.: +49 371 3676140
Fax: 0371 3676 141
E-Mail:
Webseite: www.industriemuseum-chemnitz.de

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