Villa Zimmermann
Die Tour beginnt unmittelbar in der Nähe des Bahnhofes an der Villa Zimmermann. Diese befindet sich gegenüber dem Bahnhofvorplatz. Johann von Zimmermann, Begründer des Werkzeugmaschinenbaus in Deutschland, ließ von 1865 bis 1867 vom hannoverschen Architekten Otto Goetze die Villa errichten.
Das Gebäude zählt zu den wertvollsten Baudenkmälern der neugotischen Wohnhausarchitektur des 19. Jahrhunderts in Sachsen.
Ehemalige Aktienspinnerei – heute Universitätsbibliothek
Um zur ehemaligen Aktienspinnerei, heutigen Universitätsbibliothek, zu gelangen, folgen Sie nun der Bahnhofstraße und laufen Sie am Bahnhofgebäude vorbei. Laufen Sie dann die Georgstraße entlang bis zur Straße der Nationen und biegen Sie rechts in die Straße ein. Das Gebäude befindet sich direkt an der Straße der Nationen hinter dem Busbahnhof.
Die Aktienspinnerei entstand um 1858 infolge der Gründung einer Aktiengesellschaft als damals größte Spinnerei Sachsens mit 60.000 Spindeln. 1859 wurde Industriezweckbau wird aus Mitteln der eigens dafür gegründeten Aktiengesellschaft erbaut und ist mit über 50.000 Spindeln die größte Spinnerei Sachsens. Nach 1945 Das Gebäude wird von der Handelsorganisation, später von der Stadtbibliothek, der Puppenbühne und dem Kabarett genutzt. 2015 - 2019 wurde das Gebäude zur zentralen Universitätsbibliothek umgebaut. Am 01.10.2020 erfolgte die Eröffnung der Universitätsbibliothek am neuen Standort in der Alten Aktienspinnerei.
Ehemalige Neumühle
Die nächste Station ist die ehemalige Neumühle. Um zum Gebäude zu gelangen, laufen Sie einfach die Straße der Nationen zurück bis zur Georgstraße. Biegen Sie dann rechts in die Georgstraße ein und folgen Sie der Straße bis über die Georgbrücke. Die ehemalige Neumühle befindet sich dann unweit der Georgbrücke auf der rechten Seite. Die Neumühle, eine der drei Chemnitzer Mahlmühlen, war lange Zeit ein wichtiger Mehllieferant für die Chemnitzer Bevölkerung.
Ehemalige Färberei Theodor Haase
Der nächste Punkt befindet sich auf der anderen Seite der Chemnitz. Gehen Sie einfach über die kleine Fußgängerbrücke hinter dem Syrischen Restaurant, um zur ehemalige Färberei Theodor Haase zu gelangen. Biegen Sie dann rechts in die Rochlitzer Straße ein. Die ehemalige Theodor Haase-Fabrik wurde in drei Jahren denkmalgerecht saniert, durch einen modernen Neubau ergänzt und zu einem zeitgemäßen Firmenstandort entwickelt. Historische Elemente wie die Krananlage wurden behutsam aufgearbeitet und in das Gestaltungskonzept integriert. So entstand ein einzigartiges Zusammenspiel aus industrieller Vergangenheit und moderner Arbeitswelt. Bemerkenswert ist die neuartige Fußgängerüberführung, die neben der ehemaligen Haase-Fabrik den Fluss überspannt. Beim Betreten der Brücke können Passanten die Wabenelemente zum Leuchten bringen. (nicht öffentlich zugänglich)
Ehemalige Trikotagenfabrik William Janssen – heute Janssenfabrik
Folgen Sie der Rochlitzer Straße und halten Sie sich rechts, um zur ehemaligen Trikotagenfabrik William Janssen zu gelangen. Gehen Sie dann durch den kleinen Zwischengang des Wohnhauses und biegen Sie rechts in die Brückenstraße ein. Das nächste Gebäude befindet sich dann auf der linken Seite direkt hinter der Brücke über die Chemnitz. Die Firma Janssen war ein bedeutender Repräsentant der Trikotagenindustrie in Chemnitz. Mit besonderen Plüschstoffen erreichte sie Weltbedeutung. Die Hauptfassade des fünfgeschossigen Fabrikgebäudes wurde dekorativ mit Verblendklinkern akzentuiert. Im Dach- und Giebelbereich integrierte man moderne Elemente aus Glas und Stahlbeton. Heute befinden sich hier Geschäfte, Büroräume und exklusive Loft-Wohnungen, sowie das Restaurant „Janssen“.
ehemaliges Verwaltungsgebäude der Sächsischen Maschinenfabrik Richard Hartmann – heute Polizeidirektion Chemnitz
Von der Janssen Fabrik aus laufen Sie weiter die Brückenstraße entlang bis zur Schloßstraße. Biegen Sie links in die Schloßstraße ein und folgen Sie der Straße bis zur Hartmannstraße. Laufen Sie anschließend nach rechts die Hartmannstraße entlang bis zur Polizeidirektion. Sie stehen nun direkt vor dem ehemaligen Verwaltungsgebäude der Sächsischen Maschinenfabrik Richard Hartmann. Das größte Chemnitzer Industrieunternehmen, die Sächsische Maschinenfabrik AG, 1837 von Richard Hartmann gegründet, errichtet das Gebäude als Verwaltungssitz.
Hartmannfabrik
Die Hartmannfabrik wurde im Jahr 1864 erbaut und war einst Teil des weltweit erfolgreichen Maschinenbauunternehmens von „Lokomotiven-König“ Richard Hartmann.
So wie damals als Zentrum des industriellen Fortschritts ist die Hartmannfabrik heute wieder ein Ort für Kreativität und Innovation und ein Symbol für die Wandlungsfähigkeit der Stadt, die von vielen Transformationsprozessen geprägt ist. Im Jahr 2025 diente die Hartmannfabrik als Besucher- und Informationszentrum. Ab dem Jahr 2026 werden hier verschiedene Veranstaltungen stattfinden.
Villa Schwalbe
Laufen Sie dann an der Fabrikstraße entlang der Chemnitz. Die Villa Schwalbe befindet sich auf der rechten Seite der Straße. Die Familie Schwalbe führte das sehr erfolgreiche Unternehmen „Johann Samuel Schwalbe & Sohn“ mit verschiedenen Standorten und Zweigen – vor allem im Maschinenbau und der Brauereiindustrie.
ehemaliges Umspannwerk – heute Jugendherberge Chemnitz eins
Laufen Sie weiter die Fabrikstraße bis zur historischen Bierbrücke. Überqueren Sie diese und laufen Sie geradeaus in Richtung Theaterstraße. Biegen Sie dann rechts in die Theaterstraße ein und folgen Sie der Straße bis Getreidemarkt. Das ehemalige Umspannwerk, heute Jugendherberge eins, befindet sich auf der linken Seite.
Eisenbahnviadukt Beckerbrücke
Um zur nächsten Station zu gelangen, folgen Sie weiter der Theaterstaße, überqueren die Straße und laufen dann vorbei an der Filiale der Deutschen Bank in der Innenstadt. Hinter der Bank biegen Sie rechts in die Straße Aue ein und folgen dieser bis zum Fluss Chemnitz. Hier biegen Sie rechts auf den Fußweg entlang der Chemnitz ein. Überqueren Sie an der nächsten Brücke die Chemnitz und folgen Sie der Annaberger Straße. Auf dem Weg können Sie das um 1909 errichtete Eisenbahnviadukt Beckerbrücke sehen.
Das Eisenbahnviadukt sollte ursprünglich von seinem Eigentümer, der Deutschen Bundesbahn AG, abgerissen werden. Engagierte Menschen setzten sich erfolgreich für seinen Erhalt ein. Heute steht das Viadukt als Symbol des zivilgesellschaftlichen Einsatzes. Dafür wurde der Bürgerverein Viadukt e.V. gegründet, der auch an der Entwicklung des Programmes zur Kulturhauptstadt Europas 2025 beteiligt war.
2.500 Tonnen Stahl auf 275 Meter Brückenlänge und mehr als 10.000 Nieten, die ausgetauscht werden mussten – das Viadukt in Altchemnitz ist fertiggestellt und der Chemnitzer Bahnbogen mit ihm.
ehemaliger Spinnereimaschinenbau Altchemnitz
Laufen Sie immer entlang der Annaberger Straße bis Sie auf der linken Seite in die Treffurthstraße einbiegen können. Folgen Sie dieser bis zum Ende der Straße. Hier befindet sich auf der rechten Seite der Gebäudekomplex des ehemaligen Spinnereimaschinenbau Altchemnitz. Der Spinnereimaschinenbau war ein Komplex der "Sächsische Maschinenfabrik" in Chemnitz und war eines der bedeutendsten Maschinenbauunternehmen in Sachsen in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts und den ersten beiden Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts. Hier befindet sich heute u.a. das Schauspielhaus der Theater Chemnitz.